Bike Fitting, Biomechanik & Performance – was wirklich den Unterschied macht


Viele sprechen im Radsport über Training, Wattwerte oder Aerodynamik. Doch ein entscheidender Faktor wird oft unterschätzt: die Biomechanik. Genau darüber habe ich gemeinsam mit Michael Weiss gesprochen – direkt aus dem Bike Fitting Studio bei POSH cycling.

Michi ist aktuell auf dem Scott Plasma 6 unterwegs, einem der modernsten Zeitfahrräder im Triathlon. Ein Rad, das aerodynamisch auf höchstem Niveau spielt. Und trotzdem zeigt genau so ein Setup sehr schnell, worauf es wirklich ankommt: Ohne die richtige Position bleibt selbst das beste Material unter seinen Möglichkeiten. Erst durch ein sauberes Bike Fitting kann das volle Potenzial entfaltet werden.

Der entscheidende Punkt dabei ist, dass wir nicht beim Sattel oder Lenker beginnen, sondern ganz bewusst beim Fuß. Denn hier entsteht die Verbindung zum Rad und damit die Grundlage jeder Kraftübertragung. Mit individuell angepassten Einlagen von Solestar stabilisieren wir den Fuß in seiner Neutralstellung. Das sorgt dafür, dass die Beinachse ruhig und gerade arbeitet, das Becken stabil bleibt und die Bewegung insgesamt deutlich effizienter wird.

Spannend ist dabei die neue Generation der Solestar Rohlinge. Sie sind noch dünner, noch leichter und gleichzeitig stabiler geworden. Der Anpassungsprozess bleibt gleich, aber durch das neue Material wird die Kraftübertragung noch direkter. Genau diese kleinen Details machen in der Praxis oft den Unterschied, vor allem dann, wenn die Belastung steigt oder lange Einheiten gefahren werden.

In Kombination mit einem stabilen Schuh wie dem Q36.5 Unique Pro entsteht daraus ein sehr klares System. Der Fuß wird sauber geführt, die Bewegung bleibt kontrolliert und die Kraft kommt dort an, wo sie hin soll – ins Pedal.

Und genau hier setzt das neue SRM X-Power Direct Road Pedal an. Viele verbinden SRM automatisch mit Wattmessung, doch dieses Pedal verfolgt einen anderen Ansatz. Es geht nicht darum, Leistung zu messen, sondern sie besser auf die Straße zu bringen. Die Wattmessung erfolgt weiterhin über den SRM PM9 Powermeter, während das Pedal selbst die Biomechanik optimiert.

Das Besondere daran ist die extrem niedrige Stack Height von nur 9,7 mm. Dadurch rückt der Fuß deutlich näher an die Pedalachse, was die Kraftübertragung spürbar direkter macht. Die Bewegung wird ruhiger, der Tritt runder und die gesamte Position stabiler. Es ist eines dieser Details, die man schwer erklären kann, aber sofort merkt, wenn man sie fährt.

In diesem Zusammenhang kommt man automatisch auch zum Thema Kurbellängen. Auch hier sind es oft kleine Anpassungen, die große Auswirkungen haben können. Die Hüftöffnung verändert sich, die Trittfrequenz passt sich an und plötzlich fühlt sich die gesamte Bewegung effizienter an.

Dass diese Faktoren nicht nur theoretisch funktionieren, zeigt Michi mit seinen Leistungen im Wettkampf. Am Ende geht es genau darum: die vorhandene Leistung möglichst effizient auf die Straße zu bringen. Und das gelingt nur, wenn alle Komponenten – vom Fuß bis zum Pedal – perfekt zusammenspielen.

Genau diese Zusammenhänge schauen wir uns beim nächsten REGIO cycling Event im Mai im Detail an. Dort geht es nicht nur um Theorie, sondern vor allem um das Verständnis in der Praxis. Ein besonderes Highlight ist dabei das SRM PowerErgo Bike, mit dem verschiedene Kurbellängen direkt getestet und ihre Auswirkungen analysiert werden können. So wird greifbar, was sonst oft nur ein Gefühl bleibt.

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Am Ende zeigt sich immer wieder das gleiche Bild: Performance entsteht nicht nur durch Training. Sie entsteht durch das Zusammenspiel aus Bike Fitting, Stabilität, Material und einer sauberen Biomechanik. Wenn diese Dinge ineinandergreifen, verändert sich das Fahrgefühl spürbar – es wird ruhiger, effizienter und einfach schneller.

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